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Radlerforum

  • Havelradweg eine Enttäscuhung Frank Möller [ 2020-08-05 15:00:11 ]Antwort
    Sehr geehrte Damen und Herren, mit viel Vorfreude machten wir uns Ende Juli für drei Tage auf den Havel Radweg. Insgesamt eine doch zu karge Angelegenheit. Wie das Land möchte man einerseits vielleicht sagen, doch der Zumutungen waren zu viele, um zumindest den Abschnitt Groß Kreutz bis Rathenow mit großem Enthusiasmus empfehlen zu können. Die letzten 5-7 Kilometer vor und in Brandenburg sind wenig einladend. Eine gänzlich separate Führung in's Zentrum wäre hier allerhöchste Zeit.Auch im Folgendenden wechseln sich teilweise sehr schöne Strecken mit brutalen Ortsdurchfahrten (Milow, Bützer, Marquede, etc.) fehlenden oder unklaren Beschilderungen und kilometerlangen Plattenwegen der schlechtesten Bauart. Das letztere auch besser gebaut werden können zeigen einige andere Abschnitte. Zwischen Kützkow (noch fast in Kützkow) und Bahnitz raste ein großer Lastwagen auf der mit Bäumen gesäumten Betonstraße/Havelradweg ( 52°29'28.1"N 12°26'44.9"E ). Auf mein Handzeichen schrie er mich an, dies sei ja kein Radweg.... In Marquede endete der Radweg in einer 90° Verschwenkung, als solle man dort die Straße queren und geradeaus den Ort gewissermaßen auf einer ruhigen Straße umkfahren. Weit gefehlt. Geradeaus (also die Straße querend) war nach 500 Metern und einer Kurve Schluss. ( 52°30'02.0"N 12°19'50.9"E ) Wir sollten ausgerechnet an der ebenfalls kurvigen Stelle der Landstraße das Dorf auf der Hauptstraße durchfahren, bei unangenehm viel Verkehr. Ich will hier nicht alle Detail aufzählen und hatte auch im Urlaub keine Lust darüber Buch zu führen. Lange Rede kurzer Sinn: Der Havelradweg hat es noch sehr weit bis er zu vorbehaltlos empfohlen werden kann. Das Potential wird bisher eher verschenkt, aber man hat auch das Gefühl, dass sich die ortsansässige Bevölkerung wenig dafür interessiert. Es ist ein Henne-Ei Problem. Die Kommunen und Ansässigen Grunstückseigentümer müssen den Radweg annehmen und selbst an einen Ausbau am meisten interessiert sein. Dann kommen auch irgendwann die touristisch relevanten Radlermengen. aber auch das Land muss mehr tun. Bisher macht man es sich mit dem Radweg zu einfach, um auf bedeutende Effekte zu hofffe. schade! Zumal er direkt an Deutschlands beliebtesten Radweg anschließt.... MfG Frank Möller

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